Einen echten Sitzplatz ergänzen
Überlegen Sie zuerst, wer den zusätzlichen Platz nutzt. Ein Sessel zum Lesen soll eine andere Haltung ermöglichen als ein kompakter Besucherstuhl am Rand einer Gesprächsrunde. Setzen Sie sich länger als einen kurzen Moment auf das Modell. Prüfen Sie, ob die Füße gut stehen, die Arme eine angenehme Ablage finden und das Aufstehen ohne Verrenkung gelingt.
Ein kleiner Außenumriss bedeutet nicht unbedingt wenig Komfort, und breite Armlehnen bedeuten nicht automatisch eine große Sitzfläche. Vergleichen Sie daher Sitzmaße und Gesamtmaße getrennt. Wenn der neue Sessel meistens allein genutzt wird, zählt die passende Körperhaltung stärker als die Frage, ob seine Polster exakt zum Sofa passen.
Die Gesprächsrichtung festlegen
Stellen Sie einen vorhandenen Stuhl versuchsweise an den vorgesehenen Platz. Eine leichte Drehung zum Sofa kann einen eigenständigen Sitzplatz schaffen, ohne die Person vom Gespräch abzuschneiden. Direkt gegenüber kann der Abstand dagegen zu groß sein, wenn beide Möbel an den äußersten Wänden stehen. Ziehen Sie die Gruppe etwas zusammen, sofern der Durchgang dadurch nicht leidet.
Ein Drehsessel verbindet mehrere Blickrichtungen, braucht dafür aber einen freien Drehbereich. Ein Hocker vor dem Sessel erweitert den Nutzungsraum ebenfalls. Markieren Sie beide Flächen zusätzlich zum Sessel selbst. Andernfalls passt das Möbel auf den Plan, während die Beine später in der Passage liegen.
Die kleine Umgebung gehört dazu
Ein Sessel zum Lesen braucht eine erreichbare Ablage für Buch oder Getränk und geeignetes Licht. Ein schmaler Beistelltisch kann diese Aufgabe übernehmen; ein großes Tischpaar ist dafür nicht erforderlich. Stellen Sie die Leuchte so, dass ihr Fuß nicht dort steht, wo man sich hinsetzt oder wieder aufsteht.
Wenn der Sessel für Gäste gelegentlich verschoben werden soll, prüfen Sie Gewicht, Griffmöglichkeiten und Bodenschutz. Verschieben Sie ihn nicht am empfindlichen Bezug oder an Teilen, die dafür nicht vorgesehen sind. Ein etwas weniger bewegliches Modell kann trotzdem passen, wenn sein dauerhafter Platz alle Nutzungen unterstützt. Der Vorteil gegenüber einem zweiten Sofa entsteht dann durch die bewusst gewählte Position und nicht allein durch die geringere Zahl von Sitzkissen.



